Rathaus der Gemeinde WalkenriedBohlweg in WiedaBlick auf ZorgeBlick auf das Kloster Walkenried

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Resolution "Das Kloster Walkenried und sein Museum müssen dauerhaft erhalten bleiben"

Resolution "Das Kloster Walkenried und sein Museum müssen dauerhaft erhalten bleiben" (Bild vergrößern)

Am 10. Juli 2025 beschloss der Rat der Gemeinde Walkenried einstimmig folgende Resolution:

 

 

 

Resolution des Rates der Gemeinde Walkenried

Das Kloster Walkenried und sein Museum müssen dauerhaft erhalten bleiben

 

Mit großer Erleichterung haben die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Walkenried die Meldung aufgenommen, dass die Insolvenz der Stiftung Welterbestätten im Harz abgewendet werden konnte und somit der Weiterbetrieb des Museums und des Welterbe-Informationszentrums für 2025 sichergestellt ist. Mit Freude wurde auch die Botschaft vernommen, dass eine Lösung für die Kreuzgang-Konzerte gefunden wurde und uns auch dieser Publikumsmagnet erhalten bleibt.

 

Hunderte Bürgerinnen und Bürger des Klosterorts und auch umliegender Gemeinden engagieren sich das ganze Jahr über ehrenamtlich für „ihr“ Kloster. Sie pflegen die Grünanlagen, bauen die Buden für die diversen Märkte auf und ab, führen die Gäste, halten die Wanderwege rings um das Kloster instand, forschen in der Klostergeschichte und geben darüber Publikationen heraus. Die evangelische Kirchengemeinde nutzt nicht nur den Kapitelsaal als Raum für Gottesdienste, sondern bietet darüber hinaus auch gut besuchte Konzerte und Lesungen an. Das Kloster und seine Einrichtungen waren auch mit ausschlaggebend dafür, dass der Tourismus als ein wesentliches wirtschaftliches Standbein in Walken-ried durch die Einstufungen als Tourismusgemeinde und anerkannter Ausflugsort gestärkt werden konnte. Zurzeit sind alle Bemühungen darauf gerichtet, die Walkenrieder Klosterlandschaft auch im Hinblick auf ihre Bergbautradition in Wieda und Zorge sichtbar und erlebbar zu machen.

 

Es gibt somit überhaupt keinen Zweifel daran, dass wir das Kloster als spirituellen Ort, als bauliches Juwel, als museale Einrichtung, als Mittelpunkt vieler Veranstaltungen und nicht zuletzt als bedeutsamen Wirtschaftsfaktor und Arbeitgeber jetzt und in Zukunft brauchen. Dies alles funktioniert aber nur dann, wenn es gelingt, eine dauerhaft tragfähige Lösung nicht nur der Baufragen, sondern auch für den Betrieb des ZisterzienserMuseums und des Welterbe-Infozentrums zu finden und die Identifikation der Bürgerinnen und Bürger mit dem Kloster zu stärken. Die eingeleitete intensivere Zusammenarbeit zwischen Kloster, Gemeinde und Vereinen bedarf der Verstetigung und Intensivierung. Darüber hinaus ist nicht zu übersehen, dass das Museum selbst nach vielen Jahren des Betriebes einer Runderneuerung bedarf. Die vorhandenen Mängel werden für die Besucherinnen und Besucher immer sichtbarer. Zur Steigerung der Attraktivität ist auch eine sinnvolle und zum Baubestand passende Erweiterung der Ausstellungsfläche unabdingbar. Wo immer möglich, werden wir die Arbeiten hierzuunterstützen.

 

Es ist fast auf den Tag genau 500 Jahre her, dass der Klosterkirche durch den Bauernaufstand erhebliche Schäden zugefügt wurden und damit der Verfall eingeleitet wurde. Beginnend im 19. Jahrhundert und bis heute andauernd bestehen die Bemühungen um den Erhalt der noch verbliebenen Bausubstanz und deren Nutzung. Wir appellieren an alle, die für das Kloster und seine musealen Einrichtungen Verantwortung tragen:

 

Sorgen Sie für eine dauerhafte und finanziell auskömmliche Zukunft des ZisterzienserMuseums und des Welterbe-Informationszentrums. Walkenried ist ein Leuchtturm im ländlichen Raum und muss es, gerade angesichts stürmischer Zeiten, auch in Zukunft bleiben. Im Gegenteil: Dieser Leuchtturm muss noch heller strahlen.

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